Viel bewegen und Beschwerden gezielt vorbeugen

Eine ungeschickte Neigung des Oberkörpers, schon kann es passieren: Die sprichwörtliche Hexe schießt in den Rücken. Bevor es so weit kommt, sollten Menschen vorbeugen. Mit Rückengymnastik zum Beispiel.

PRM 7164Barbara Langer-Vogler leitet den Kurs "Rückengymnastik"

Bei der Sport- und Kulturvereinigung ist Barbara Langer-Vogler eine Spezialistin, die genau weiß, wie ein jeder seinem Körper etwas Gutes tun kann. Ihr Kurs ist offen für alle, die schon mal Schmerzen hatten oder vorausschauend genau das vermeiden wollen.

Bewegung als Prävention

Prävention lautet also das Thema, das ihr Programm in der wöchentlichen Übungsstunde in der SKV-Halle beschreibt. Barbara Langer-Vogler bringt den Teilnehmern bei, wie sie Körper und speziell ihren Rücken dehnen sollten. Auch zur regelmäßigen Bewegung hält sie ihre Eleven an, wobei es sich meist nicht um junge Menschen handelt, die bei ihr in die Übungsstunde jeden Montag um 15 Uhr kommen.

Die älteste unter den Mitstreitern ist 74 Jahre alt. Auch sie bewegt sich geschmeidig wie die Jüngeren, die einen Halbkreis um ihre Lehrerin gebildet und Matten auf dem Boden ausgebreitet haben.

PRM 7129Körperspannung ist für einen gesunden Rücken von großer Bedeutung

Sie wissen, dass sich Muskeln und Bandscheiben zusammenziehen, zum Beispiel wenn man nächtigt oder lange liegt. Also beugen sie vor. Es gehe darum, geduldig Muskeln aufzubauen und Sehnen zu dehnen, erklärt Barbara Langer-Vogler ihnen, bevor sie kleine Gymnastikbälle verteilt. Mit dem schlichten, aber wirkungsvollen Übungsgerät bauen die Männer und Frauen Körperspannung auf, halten den Ball über dem Kopf, belasten sanft ihre Bauchmuskeln, spannen an – und entspannen wieder.

So gelinge es besser, längeres Sitzen zu ertragen, beispielsweise im Büro am Computer. Aber besser sei es natürlich, es gar nicht so weit kommen zu lassen. „Bewegen, immer wieder bewegen“, bekräftigt Barbara Langer-Vogler, die ihre Schützlinge mit Geduld beobachtet und die Übungen nach einem leichten Aufwärmprogramm selbstverständlich vor- und mitmacht.

PRM 7162Schonende Kräftigung mit Gymnastikbällen

Sie greift ein, wenn es zu Fehlhaltungen und Schieflagen kommt. Dabei bringt sie eine über zehnjährige Erfahrung mit. Die Rückengymnastik gebe es in der SKV aber schon viel länger, erinnert sie sich – „mindestens 20 Jahre“, schätzt sie.

Gymnastik, Bewegung und regelmäßiges Training, ohne sich zu überlasten, ist zwar gut, aber es gebe noch einen weiteren Aspekt: die Ernährung. Barbara Langer-Vogler betont, dass man darauf achten solle, was man esse. „Ein zu hohes Gewicht belastet Rücken und Gelenke zusätzlich“, warnt die Frau, die zu einer ausgewogenen Ernährung rät.

Männer sind in der SKV-Halle montags ab 15 Uhr ebenfalls anzutreffen, obgleich sie in der Minderheit sind. „Ja, die fühlen sich wohl durch den Begriff Gymnastik nicht angesprochen“, bedauert Barbara Langer-Vogler, wohlwissend, dass gerade das angeblich starke Geschlecht noch viel häufiger von Rückenschmerzen geplagt werde als Frauen.

Übungsstunden auch für Männer

Selbstverständlich könnten auch weitere Männer in ihre Übungsstunde kommen, deren Programm Barbara Langer-Vogler auf das abstimmt, was sie den Teilnehmern auch wirklich zumuten kann. „Ich sage nicht ‚Du musst’“, betont sie. Jeder absolviere die Übungen so gut er könne und so weit er sich das zutraue. „Einen Muskelfaserriss wollen wir doch alle nicht“, fügt die Expertin hinzu.

Zuletzt widerspricht sie einem anderen Irrglauben: Viel hilft viel. Keineswegs sei es nötig, besonders intensiv zu trainieren. Wichtig sei die Regelmäßigkeit, also einmal die Woche bei ihr und auch ein wenig zu Hause. Und zwischendurch? Ganz einfach, „immer wieder bewegen“.

PRM 7146Auch die Hüfte muss regelmäßig bewegt werden

Turnen


> TRAININGSZEITEN

Informationen erteilt die Abteilungsleiterin Lisa-Marie Schmidt (turnen@skvnauheim.de).


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