Sport- und Kulturvereinigung Nauheim e. V.

Wir bewegen Nauheim seit 1924

skv halle luft

Die Sport- und Kulturvereinigung Nauheim mit etwa 600 Mitgliedern ist aus dem Bild der Gemeinde Nauheim nicht mehr wegzudenken. In den fast 100 Jahren ihres Bestehens drückte sie dem gemeindlichen Leben einen unverkennbaren Stempel auf und erfüllt nach wie vor eine gesellschaftliche Aufgabe von großer Bedeutung.

Die Jugend für den Sport zu begeistern, sie zur Leistung anzuspornen und den Teamgeist in ihr zu wecken, dies sind die Ziele, die sich die Sportvereine gesteckt haben. Wenn es darüber hinaus einem Verein gelingt, auch auf kulturellem Sektor wertvolle Arbeit zu leisten, also neben der körperlichen Ertüchtigung für das seelische Wohlbefinden und die Hebung des geistigen Niveaus zu sorgen, wird die Skala der möglichen und notwendigen Freizeiteinrichtungen komplettiert.

Diese Aufgabe erfüllt die Sport- und Kulturvereinigung Nauheim im erfolgreichen Maße. Ja noch mehr: die geschaffenen umfangreichen Einrichtungen – eigene Gaststätte mit Vereinszimmer, Saal, Kegelbahn – zeugen von der Initiative und dem Weitblick der verantwortlichen Männer und Frauen der SKV. Der Verein entlastete damit erheblich die politische Gemeinde und sorgt für ein Angebot, das mit zur Attraktivität Nauheims beiträgt.SKVHALLE

Vorstandsmitglieder, Übungsleiter und alle Mitglieder dürfen stolz sein auf diese Leistungen, die weitaus größere Vereine nicht bewältigen konnten. All denen gebührt Dank, die sich uneigennützig für den Aufbau zur Verfügung stellten. Jeder, der im Vereinsleben aktiv mitarbeitet, weiß, welch hoher Aufwand an Zeit, aber auch an materiellen Opfern gebracht werden muss, um eine derartige Anlage zu erstellen und zu unterhalten.

 

Die Geschichte der SKV Nauheim

Die SKV Nauheim wurde aus dem Zusammenschluss dreier Vereine gegründet und hat ihre Wurzeln in der freien Arbeiterbewegung innerhalb Nauheims. In der Zeit des Dritten Reichs wurde die Vereinigung zwangsaufgelöst. Erst 1961 nannte sich der Verein Sport- und Kulturvereinigung.

Foto alte SKV Halle

Das Sporthaus von 1927 ist mit der heutigen SKV-Halle nicht zu vergleichen

 

Entstehung der SKV

Die Gründung der sich zusammengeschlossenen Vereine erfolgte in verschiedenen Jahren. Es existierten also drei vollkommen selbstständige Vereine, deren Mitglieder sich aber alle der „Arbeiterklasse“ zuordneten. In jedem der Vereine wurde nur eine Sportart ausgeübt. Wer mehrere Sportarten ausüben wollte, musste in mehreren Vereinen sein.

Ein Verein benötigt geeignete Übungsstätten. Diese Möglichkeit war aber den Vereinen nicht in dem Maße gegeben, wie es notwendig gewesen wäre. Die Sportler mussten sich anderweitig behelfen. Es konnten keine Veranstaltungen in größeren Rahmen durchgeführt werden, weil ein entsprechender Saal fehlte. Kein Verein für sich war aber finanziell stark genug, um hier eine Änderung herbeiführen zu können. Deswegen entschieden sich die drei Vereine zu einer Fusion, um anschließend mit vereinten Kräften eine Sportstätte bauen zu können.

Fusion und Bau einer Sportstätte mithilfe von "Bausteinen"

Der Fusion wurde schon Ende des Jahres 1923 in die Tat umgesetzt, drei Jahre später konnte auch der zweite Gedanke verwirklicht werden. Der Verein erwarb von der Gemeinde ein etwa 8000 m2 großes Gelände in der Königstädter Straße gegenüber dem gemeindeeigenen Sportplatz. Damals lag dieser noch ziemlich außerhalb des Ortes. Auf diesem Gelände erbaute der Verein in den Jahren 1926/27 ein für die damaligen Verhältnisse und die Größe Nauheims recht beachtliches Sporthaus. Die Finanzierung erfolgte durch sogenannte Bausteine in Form von Anteilen der Mitglieder in Höhe von je 25 Reichsmark. Drei Jahre nach Hyperinflation von 1923 war es sehr schwer von Banken Darlehen zu erhalten.  Der Verein musste sich also von Privatleuten Geld borgen, selbstverständlich auch nur gegen Zahlung von Zinsen.

Gaststätte als weitere Einnahmequelle

Die Mitgliederbeiträge und Überschüssen aus Veranstaltungen konnten die finanziellen Belange des Vereins nicht stillen. Es musste also eine weitere Einnahmequelle geschaffen werden. So wurde einen Gaststätte neben dem Saal erbaut. Dank des guten Wirtschaftsbetriebs wurden die Sorgen um die Unterhaltung des Hauses geringer. In diesem Sporthaus, dem „Eigenheim“ des Vereins, wie es von seinen Mitgliedern mit Stolz genannt wurde, konnten sich nun die Ziele und Bestrebungen des Vereins frei entwickeln.

Der Verein hatte damals folgende Sportabteilungen, die in Wettkämpfen den Verein würdig vertraten und sich sehr oft gute Plätze erkämpfen konnten:

  • Radfahrerabteilung,
  • Gesangsabteilung,
  • Turnabteilung,
  • Fußballabteilung,
  • Wanderabteilung,
  • Theaterabteilung,
  • Spielmannszug

1933: Der große Knall der Machtergreifung

Mitten in einer Aufwärtsentwicklung des Vereins kam der große Knall der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Dieser fielen alle freiheitlich-demokratisch gesinnten Vereinigungen und Organisationen zum Opfer. Mit einem Schlag war alles, was in jahrelanger, mühseliger Arbeit von Männern mit freiheitlichen Idealen unter persönlichen finanziellen Opfern aufgebaut worden war, vernichtet.

Durch das „Gesetz über die Einziehung volks- und staatsfeindlichen Vermögens vom 14.07.1933“ wurde die Vereinigung verboten und das gesamte Vermögen beschlagnahmt. Eine Abwicklung der laufenden Geschäfte wurde nicht erlaubt, das bewegliche Vermögen wurde verschleudert. Dies war ein harter Schlag für einige Mitglieder, die sich für ein aufgenommenes Privatdarlehen verbürgt hatten. Sie wurden verklagt und mussten die Restschuld in Raten abstatten. Es war ein hartes persönliches Opfer, das sie bringen mussten. Ihr selbstloser Idealismus, mit dem sie sich für ihren Verein einsetzten, wurde schwer bestraft.

Dem aufstrebenden Verein war also gewaltsam ein Ende gesetzt worden, und es war schwer für die Mitglieder, sich mit dieser Tatsache abzufinden. Für die Zeit von 1933-1945 ist nur zu sagen, dass auch Mitglieder der Arbeiter-Sport- und Sängervereinigung aus dem 2. Weltkrieg nicht mehr nach Hause zurückkehrten.

1946: Neugründung und Wiederaufbau

Nach Beendigung des 2. Weltkriegs konnten sich auch die Vereine wieder neu gründen. Infolge der Militärgesetzgebung der amerikanischen Besatzungsmacht in den Jahren 1945/46 waren die Vereinsgründungen an bestimmte Voraussetzungen gebunden, die es sehr schwer machten, genau in der ursprünglichen Form wieder zu entstehen.

Durch das Kontrollratsgesetz Nr. 52 der amerikanischen Militärregierung und die spätere Wiedergutmachungsgesetzgebung des Bundes war es möglich geworden, auch das im Jahr 1933 beschlagnahmte Grundvermögen wieder zu erhalten. Es wurden daher alle früheren Mitglieder der Arbeiter-Sport- und Sängervereinigung zu einer Gründungsversammlung eingeladen. Diese fand am 16.Januar 1949 statt. In ihr wurde beschlossen, den Verein wieder aufleben zu lassen, um wieder in den Besitz des Sporthauses und des übrigen Grundvermögens zu gelangen.

Da schon sehr viele Mitglieder inzwischen Mitglied in der SKV und bei den Radfahrern waren, dort also wieder ihren einzelnen Sportarten nachgehen konnten, war der Hauptzweck der Neugründung zunächst auf die Wiedererlangung des Grund- und sonstigen Vermögens gerichtet. Aus diesem Grund gab sich der Verein auch den Namen „Sporthaus-Interessengemeinschaft der Arbeiter-Sport- und Sängervereinigung e. V. und wurde am 24.3.1950 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Groß-Gerau eingetragen.

1950 bekommt die Vereinigung ihren Besitz zurück

Durch einen Übergabevertrag mit der Gemeinde vom 24.4.1950, die 1936 Eigentümerin geworden war, gelangte dann der Verein wieder in den Besitz seines ehemaligen Eigentums. Da es in den Jahren von 1933 bis 1945 häufig zweckentfremdet genutzt wurde, war es ziemlich verwahrlost und es bedurfte einer ungeheuren Anstrengung des Vereins, es wieder zu dem zu machen, wofür es eigentlich gebaut worden war. Hier sei eingefügt, dass es noch jahrelanger Bemühungen des Vereins bedurfte, um auch die übrige Wiedergutmachung für das im Jahr 1933 verschleuderte Vermögen zum Abschluss zu bringen.

Ausbau der Sportstätte mit Entschädigungsgeldern

Die Entschädigungssumme wurde für den erforderlichen Ausbau und eine gründliche Renovierung verwendet. Neu gebaut wurden: 1 kleiner Saal, 1 zweibahnige Kegelbahn, 1 Wohnung. Dazu kam der Einbau einer Ölheizung. Nun war das Haus wieder in den Besitz der ursprünglichen Eigentümer übergegangen, gründlich renoviert und weiter ausgebaut. Aber der Verein hatte keine Sport treibende Sparte mehr, um es auch selbst wieder sportlich zu nutzen. So war es nicht mehr als nur allzu verständlich, dass aus den Reihen der drei Vereine immer wieder der Wunsch zum Ausdruck gebracht wurde, sich zu vereinigen, um den vor 1933 gehabten Zustand wieder herzustellen.

Am 1.Januar.1960 erfolgte der Anschluss der SKV an die Sporthaus-Interessengemeinschaft. Dies war zunächst nur eine Übergangsregelung. Um die aktive Tätigkeit des Vereins nach außen hin zu dokumentieren und im Namen zum Ausdruck zu bringen, gab sich der Verein in seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung vom 19. November 1960 den Namen: Sport- und Kulturvereinigung e. V. Nauheim. Der Verein wurde am 7.12.1960 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Groß-Gerau eingetragen.

 

 

 

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Hatha-Yoga am Morgen

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Yoga

Die Turnabteilung der SKV Nauheim e. V. bietet  ergänzend zum bestehenden Fortgeschrittenenkurs einen Yoga-Anfängerkurs an.

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Bunter Abend in der SKV-Halle

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Die SKV Nauheim und der SV 07 Nauheim laden erstmals zu einer Fastnachtsveranstaltung am 10. Februar 2018 (Fastnachtssamstag) in die SKV-Halle nach Nauheim ein.

streamer 2080466 1920Es wird bunt: Sportverein und SKV Nauheim veranstalten gemeinsam einen Bunten Abend.

In lockerer spaßiger Atmosphäre wird es einen bunten Mix aus Vorträgen, Tanzdarbietungen und Tanzrunden geben. Das Organisationskomitee hat bereits verraten, dass einige Mainzer Redner, bekannt aus Funk und Fernsehen, in die Bütt steigen werden.

Die Karten im Vorverkauf kosten 15€ und sind in der Geschäftsstelle der SKV (E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und bei SchriftArt erhältlich.

Freuen Sie sich auf einen lustigen Abend mit vielen Überraschungen.